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<title>Präposition</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Präposition</span></h1>
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</div>
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<p><b>Präpositionen</b> (von <span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Latein" title="Latein">lateinisch</a></span> <span lang="la-Latn" style="font-style:italic">praepositio</span> <span lang="de" style="font-style:normal;font-weight:normal">‚Voranstellung‘</span>), in der Schulgrammatik auch <b>Verhältniswörter</b> oder <b>Vorwörter</b> und in der germanistischen Literatur seltener auch <b>Lagewörter</b> oder <b>Fallfügteile</b> genannt, sind eine <a href="Wortart" title="Wortart">Wortart</a>, die einen Übergangsbereich zwischen Inhaltswort und grammatischer Markierung bildet. Ebenso wie grammatische Elemente sonst bilden sie eine <a href="Wortart#Offene_und_geschlossene_Wortarten" title="Wortart">geschlossene Klasse</a>. Präpositionen verlangen in der Regel eine <a href="Substantivgruppe" class="mw-redirect" title="Substantivgruppe">Substantivgruppe</a> oder ein <a href="Pronomen" title="Pronomen">Pronomen</a> als syntaktische Ergänzung und weisen dieser/diesem einen <a href="Kasus" title="Kasus">Kasus</a> zu (in Sprachen, die Kasus sichtbar markieren); im Deutschen können Präpositionen aber auch mit <a href="Adverb" title="Adverb">Adverbien</a> verwendet werden. Zusammen mit ihrer Ergänzung und ggf. weiteren Modifikatoren bilden sie <a href="Pr%C3%A4positionalphrase" title="Präpositionalphrase">Präpositionalphrasen</a>. Sie können <i>lokale, temporale, kausale, konzessive, modale</i> u.&nbsp;a. Bedeutungen tragen oder zur Markierung grammatischer Verhältnisse dienen.
Präpositionen selbst sind in den meisten Sprachen, so auch im Deutschen, nicht flektierbar; Beispiele für <a href="Flexion" title="Flexion">Flexion</a> von Präpositionen finden sich aber z.&nbsp;B. in den <a href="Inselkeltische_Sprachen#Vergleichsbeispiele" title="Inselkeltische Sprachen">modernen keltischen Sprachen</a>.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Begriffsabgrenzungen">Begriffsabgrenzungen</h2></div>
<p>Der Bezeichnung nach sind Präpositionen Elemente, die <i>vor</i> dem durch sie regierten Ausdruck stehen. Es gibt aber auch nachgestellte Wörter, die genau gleichartige Funktionen haben (nachgestellte Präpositionen oder <a href="Postposition" title="Postposition">Postpositionen</a> genannt, z.&nbsp;B. im Deutschen: <i>der Einfachheit <b>halber</b></i>). Ebenso gibt es Konstruktionen, die den regierten Ausdruck umschließen (umklammernde Präpositionen oder <a href="Zirkumposition" title="Zirkumposition">Zirkumpositionen</a> – Beispiel: <i>um</i> des Friedens <i>willen</i>). Einige Verhältniswörter des Deutschen, sogenannte <i>Ambipositionen,</i> können wahlweise als Prä- oder Postposition verwendet werden: <i>entgegen, entlang</i> (mit unterschiedlichem Kasus), <i>gegenüber, wegen</i>.
</p><p>Präpositionen, Postpositionen und Zirkumpositionen werden durch den Oberbegriff <a href="Adposition" title="Adposition">Adposition</a> zusammengefasst. In weiterem Sinne werden aber häufig auch sämtliche Adpositionen, also auch Post- und Zirkumpositionen, als „Präpositionen“ bezeichnet.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In formalen Modellen der Syntax ist für alle Arten von Adpositionen das Kategoriesymbol <b>P</b> üblich.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Herkunft_von_Präpositionen"><span id="Herkunft_von_Pr.C3.A4positionen"></span>Herkunft von Präpositionen</h2></div>
<p>Es wird gemeinhin angenommen, dass sich Präpositionen durch einen Prozess der <a href="Lexikalisierung" title="Lexikalisierung">Lexikalisierung</a><sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> aus anderen Wortarten entwickeln können, so aus Substantiven, Adjektiven, <a href="Lokaladverb" title="Lokaladverb">Lokaladverbien</a> und Verben. Dabei wandeln sich oft auch vorherige konkrete, räumliche Bedeutungen zu zeitlichen und/oder abstrakten übertragenen Bedeutungen. Hier einige Beispiele für solche Entwicklungen aus der jüngeren Geschichte des Deutschen:
</p>
<table class="wikitable toptextcells">

<tbody><tr>
<th>Herkunft</th>
<th>Präpositionen
</th></tr>
<tr>
<td><a href="Substantiv" title="Substantiv">Substantiv</a></td>
<td>angesichts, anhand, aufgrund, dank, infolge, kraft, laut, mithilfe, statt, trotz, wegen, zeit, zugunsten
</td></tr>
<tr>
<td><a href="Adjektiv" title="Adjektiv">Adjektiv</a></td>
<td>ausschließlich, ausweislich, bezüglich, einschließlich, fern, nahe, unweit, gemäß
</td></tr>
<tr>
<td>ursprüngliche <a href="Partizip" title="Partizip">Partizip</a>­form als Adjektiv</td>
<td>unbeschadet, unerachtet, ungeachtet, während, entsprechend
</td></tr></tbody></table>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Grammatische_Eigenschaften_von_Präpositionen:_Rektion"><span id="Grammatische_Eigenschaften_von_Pr.C3.A4positionen:_Rektion"></span>Grammatische Eigenschaften von Präpositionen: Rektion</h2></div>
<p>Im Gegensatz zu <a href="Adverb" title="Adverb">Adverbien</a> und <a href="Konjunktion_(Wortart)" title="Konjunktion (Wortart)">Konjunktionen</a> verfügen Präpositionen über die Eigenschaft der <a href="Rektion" title="Rektion">Rektion</a>, d.&nbsp;h., sie bestimmen den Kasus ihrer Ergänzungen.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Deutschen treten Präpositionen mit allen Fällen (<a href="Kasus" title="Kasus">Kasus</a>) außer dem <a href="Nominativ" title="Nominativ">Nominativ</a> auf:
</p>
<table class="wikitable toptextcells">

<tbody><tr>
<th>Kasus</th>
<th>Präpositionen</th>
<th>Erläuterungen
</th></tr>
<tr>
<td><a href="Genitiv" title="Genitiv">Genitiv</a></td>
<td><i>abzüglich, angesichts, (an)statt, außerhalb, bar, behufs, bezüglich, diesseits, einschließlich, entlang, infolge, innerhalb, inmitten, jenseits, kraft, längs, mittels, ob, oberhalb, seitens, trotz, unbeschadet, ungeachtet, unterhalb, unweit, während, zugunsten, zulasten</i></td>
<td>Viele Präpositionen, die den Genitiv regieren, gehören der Schrift- und Verwaltungssprache an. Einige Präpositionen, die in der Schriftsprache den Genitiv regieren, werden umgangssprachlich oft mit dem Dativ verwendet. (Siehe die ausführliche Darstellung unter <a href="Genitiv#Genitiv_bei_Präpositionen" title="Genitiv">Genitiv #Genitiv bei Präpositionen</a>.)
</td></tr>
<tr>
<td>Genitiv oder <a href="Dativ" title="Dativ">Dativ</a></td>
<td><i>dank, laut, wegen</i></td>
<td>Die Präpositionen <i>laut</i> und <i>dank</i> werden – ohne Einfluss auf die Bedeutung – sowohl mit dem Genitiv als auch mit dem Dativ verwendet. Bei <i>dank</i> wird der ursprüngliche Dativ zunehmend vom Genitiv verdrängt. Die Präposition <i>wegen</i> steht in geschriebenem Standarddeutsch mit dem Genitiv; nur in gesprochenem Standarddeutsch gilt heute auch der Dativ als korrekt. Außerdem wird der Dativ gebraucht, wenn unmittelbar darauf ein Substantiv im Plural folgt, dessen Genitiv sich nicht vom Nominativ unterscheidet <i>(wegen Gewitterschauern)</i>.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</td></tr>
<tr>
<td>Dativ</td>
<td><i>aus, außer, bei, entgegen, entsprechend, gegenüber, gemäß, mit, (mit)samt, nach, nächst, nahe, nebst, seit, von, zu</i></td>
<td>Auch hier zeigen sich vereinzelt Übergänge zu einer Genitivrektion (<i>entsprechend, gemäß</i> u.&nbsp;a.) als <a href="Hyperkorrektur" title="Hyperkorrektur">Hyperkorrektheit</a> oder als Reflex des Wortklassenübergangs bei neuentstehenden Präpositionen.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</td></tr>
<tr>
<td>Dativ oder <a href="Akkusativ" title="Akkusativ">Akkusativ</a></td>
<td><i>an, auf, hinter, in, neben, über, unter, vor, zwischen</i></td>
<td>Bei diesen lokalen Präpositionen (den sogenannten Wechselpräpositionen) muss zwischen Dativ und Akkusativ gewählt werden. Der Dativ steht, wenn Präposition und Nomengruppe einen Ort angeben (Beispiel: Er sitzt <i>im Wohnzimmer am Fenster</i> und beobachtet die Leute <i>auf der Straße</i>). Der Akkusativ steht, wenn eine Zielrichtung oder ein Zielort bezeichnet wird (Beispiel: Er geht <i>ins Wohnzimmer</i>, setzt sich <i>ans Fenster</i> und schaut <i>auf die Straße</i>).
</td></tr>
<tr>
<td>Akkusativ</td>
<td><i>durch, für, gegen, ohne, um, wider</i></td>
<td>
</td></tr></tbody></table>
<p>Bei relativ festen Verbindungen von Verben mit bestimmten Präpositionen aus der Gruppe der Wechselpräpositionen kann der zu verwendende Kasus nicht logisch erschlossen werden und hängt von der jeweiligen Verbindung ab. Verbindungen aus Präposition und der <a href="Klitikon" title="Klitikon">klitischen</a> Form des bestimmten Artikels <i>(zur, fürs, im)</i> nennt man <i><a href="Kontraktion_(Linguistik)" title="Kontraktion (Linguistik)">Kontraktionen</a></i>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Bedeutungseigenschaften">Bedeutungseigenschaften</h2></div>
<p>Auch wenn sich nicht alle Präpositionen leicht einordnen lassen, können viele von ihnen den Bedeutungsklassen zugeordnet werden, in die auch die <a href="Adverbiale_Bestimmung" title="Adverbiale Bestimmung">Adverbialen Bestimmungen</a> eingeteilt werden (Präpositionen, die nicht adverbialen Bestimmungen entsprechen, sind v.&nbsp;a. die, die <a href="Pr%C3%A4positionalobjekt" class="mw-redirect" title="Präpositionalobjekt">Präpositionalobjekte</a> einleiten. Hier ist in der Regel die Bedeutung der Präposition verblasst und sie dienen rein grammatischen Zwecken):
</p>
<ul><li><b>Örtlich:</b> (lokale Präpositionen; siehe auch <a href="Lokaladverbial#Präpositionen" title="Lokaladverbial">Lokaladverbial #Präpositionen</a>)
<ul><li>zur Angabe des Herkunftsortes (woher?): <i>ab, aus, von</i> mit Dativ</li>
<li>zur Angabe des Ortes (wo?):
<dl><dd><i>an, auf, außer, bei, gegenüber, hinter, in, neben, über, unter, vor, zwischen</i> mit Dativ;</dd>
<dd><i>abseits, außerhalb, diesseits, entlang, inmitten, innerhalb, jenseits, längs, oberhalb, unterhalb, unweit</i> mit Genitiv;</dd>
<dd><i>um</i> mit Akkusativ</dd></dl></li>
<li>zur Angabe der Zielrichtung und des Zielortes (wohin?):
<dl><dd><i>an, auf, bis, durch, gegen, hinter, in, neben, über, unter, vor, zwischen</i> mit Akkusativ;</dd>
<dd><i>nach, zu</i> mit Dativ</dd></dl></li>
<li><b>Beispiele:</b>
<ul><li>ich stelle die Milch <i>in den</i> Kühlschrank – die Milch steht <i>in dem</i> (<i>= im</i>) Kühlschrank</li>
<li>das Auto fährt <i>auf die</i> Autobahn – das Auto fährt <i>auf der</i> Autobahn</li>
<li>der Park liegt <i>jenseits des</i> Flusses</li></ul></li></ul></li></ul>
<ul><li><b>Zeitlich:</b> (temporale Präpositionen; siehe auch im Artikel <a href="Temporaladverbial" title="Temporaladverbial">Temporaladverbial</a>)
<ul><li>zur Angabe des Zeitpunkts:
<dl><dd><i>ab, bei, mit, nach, von, vor, zu, zwischen</i> mit Dativ;</dd>
<dd><i>gegen</i> mit Akkusativ</dd></dl></li>
<li>zur Angabe des Zeitpunkts, des Tages oder der Tageszeit: <i>an</i> mit Dativ</li>
<li>zur Angabe des Zeitpunkts, der Jahreszeit und des Monats: <i>in</i> mit Dativ</li>
<li>zur Angabe des Zeitpunkts und der Uhrzeit: <i>um</i> mit Akkusativ</li>
<li>zur Angabe der Zeitdauer:
<dl><dd><i>binnen, in, seit</i> mit Dativ;</dd>
<dd><i>auf, bis, durch, für, über</i> mit Akkusativ,<br><i>außerhalb, innerhalb, während, zeit</i> mit Genitiv</dd></dl></li>
<li><b>Beispiele:</b>
<ul><li><i>am</i> Sonntag</li>
<li><i>vor</i> der Party</li>
<li><i>während</i> des Essens (Es gibt ein „davor“ und ein „danach“)</li>
<li><i>zeit</i> seines Lebens (Es gibt kein „davor“ oder „danach“)</li>
<li><i>in</i> zwei Stunden</li>
<li><i>gegen</i> Abend …</li></ul></li></ul></li></ul>
<ul><li><b>Begründend:</b> (kausale Präpositionen im weiteren Sinn)
<ul><li><i>angesichts, anlässlich, auf, aufgrund, aus, behufs</i> (alt), <i>bei, betreffs, bezüglich, dank, durch, für, gemäß, halber, infolge, kraft, laut, mangels, mit, mittels[t], nach, ob</i> (alt), <i>seitens, trotz, über, um, unbeschadet, ungeachtet, unter, vermittels[t], vermöge, von, vor, wegen, zu, zufolge, zwecks</i></li>
<li><b>Unterteilung:</b>
<ul><li>kausal im engeren Sinn/konsekutiv: Er konnte <i>infolge</i> eines Autounfalls nicht rechtzeitig hier sein.</li>
<li>instrumental: Das Auto wurde <i>durch</i> einen Unfall beschädigt.</li>
<li>konditional: <i>Unter</i> den gegebenen Umständen konnte er nicht rechtzeitig eintreffen.</li>
<li>konzessiv: <i>Trotz</i> des Unfalls bemühte er sich rechtzeitig zu kommen.</li>
<li>final: Er fuhr <i>zur</i> Einhaltung seines Termins mit dem Taxi.</li></ul></li>
<li><b>Beispiele:</b>
<ul><li><i>aufgrund</i> dieses Sachverhalts (instrumental)</li>
<li><i>angesichts</i> seiner Schulden (konditional)</li>
<li><i>anlässlich</i> meines Geburtstages</li>
<li><i>trotz</i> des schlechten Wetters (konzessiv)</li></ul></li></ul></li></ul>
<ul><li><b>Die Art und Weise (und Verwandtes) betreffend:</b> (<a href="Modaladverbial" title="Modaladverbial">modale</a> Präpositionen)
<ul><li><i>abzüglich, auf, aus, ausschließlich, außer, bei, bis, an, bis auf, bis zu, einschließlich, entgegen, exklusive, für, gegen, gegenüber, in, inklusive, mit, mitsamt, nebst, ohne, samt, sonder</i> (alt), <i>[an]statt, unter, von, wider, zu, zuwider, zuzüglich</i></li>
<li><b>Unterteilung:</b>
<ul><li>Art und Weise: Sie korrigierte den Text <i>mit</i> großer Sorgfalt.</li>
<li>Beschaffenheit: Der Einband ist <i>aus</i> Leder.</li>
<li>Begleitung (<a href="Komitativ" title="Komitativ">Komitativ</a>): Der Lehrer ging <i>(zusammen) mit</i> dem Pfarrer in die Kneipe.</li>
<li>Erweiterung: Verkaufspreis <i>zuzüglich</i> Versandkosten wurde verrechnet.</li>
<li>Fehlendes: Es gab nur Wasser <i>statt</i> Wein.</li></ul></li></ul></li></ul>
<p>Häufig sind Präpositionen aber mehrdeutig:
</p>
<ul><li><i>mit</i> großer Disziplin (Art und Weise); <i>mit</i> einem Hammer (instrumental); <i>mit</i> dem Pfarrer (komitativ)</li>
<li><i>auf</i> dem Tisch (lokal); <i>auf Englisch</i> (modal)</li>
<li><i>aus</i> dem Kühlschrank nehmen (lokal); <i>aus</i> Holz (modal); <i>aus</i> Furcht etwas tun (kausal)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Präpositionen_und_Konjunktionen"><span id="Pr.C3.A4positionen_und_Konjunktionen"></span>Präpositionen und Konjunktionen</h2></div>
<p>Verhältnisse, die durch Präpositionen mit Nomengruppen bezeichnet werden, können manchmal auch durch <a href="Konjunktion_(Wortart)" title="Konjunktion (Wortart)">Konjunktionen</a> und einen <a href="Nebensatz" title="Nebensatz">Nebensatz</a> ausgedrückt werden.
</p><p>Beispiele:
</p>
<ul><li>„<i>Bei</i> Nässe bitte langsam fahren!“</li>
<li>„<i>Wenn</i> es nass ist, bitte langsam fahren!“</li></ul>
<table class="wikitable">
<tbody><tr>
<th colspan="2"><a href="Relation_(Philosophie)" title="Relation (Philosophie)">Verhältnis</a>
</th>
<th>Präposition
</th>
<th>Konjunktion
</th></tr>
<tr>
<td colspan="2"><a href="Finalsatz" title="Finalsatz">final</a>
</td>
<td>zu
</td>
<td>damit
</td></tr>
<tr>
<td colspan="2"><a href="Kausal" class="mw-redirect" title="Kausal">kausal</a>
</td>
<td>wegen
</td>
<td>weil, da
</td></tr>
<tr>
<td colspan="2"><a href="Konditionalis" title="Konditionalis">konditional</a>
</td>
<td>bei
</td>
<td>wenn, falls
</td></tr>
<tr>
<td colspan="2"><a href="Konzessiv" class="mw-redirect" title="Konzessiv">konzessiv</a>
</td>
<td>trotz
</td>
<td>obwohl
</td></tr>
<tr>
<td rowspan="3"><a href="Temporaladverb" class="mw-redirect" title="Temporaladverb">temporal</a>
</td>
<td>nachzeitig
</td>
<td>vor
</td>
<td>bevor
</td></tr>
<tr>
<td>gleichzeitig
</td>
<td>während, bei
</td>
<td>während, als, wenn
</td></tr>
<tr>
<td>vorzeitig
</td>
<td>nach
</td>
<td>nachdem
</td></tr></tbody></table>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Präpositionen_in_der_Wortbildung"><span id="Pr.C3.A4positionen_in_der_Wortbildung"></span>Präpositionen in der Wortbildung</h2></div>
<p>Präpositionen zählen überwiegend als <a href="Synsemantikon" class="mw-redirect" title="Synsemantikon">Funktionswörter</a>, sie können aber in der <a href="Wortbildung" title="Wortbildung">Wortbildung</a>, ebenso wie Inhaltswörter, als Erstglied von <a href="Komposition_(Grammatik)" title="Komposition (Grammatik)">Komposita</a> auftreten.
</p><p>Beispiele:<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ul><li>In Substantivkomposita: <i>Ab-grund, Auf-wind, Aus-weg, Gegen-licht, Mit-autor, Vor-garten</i> und viele andere.</li>
<li>In Adjektivkomposita: <i>unter-ernährt, zu-geknöpft, ab-geneigt.</i></li></ul>
<p>In der Wortbildung des <a href="Verb" title="Verb">Verbs</a> spielen Präfixe und Verbalpartikeln eine sehr große Rolle, die beide auf Präpositionen zurückgehen oder mit Präpositionen identisch sein können. Siehe hierzu die Artikel <a href="Pr%C3%A4fix#Verbpräfixe" title="Präfix">Präfix #Verbpräfixe</a> sowie <a href="Partikelverb" title="Partikelverb">Partikelverb</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Liste_der_Pr%C3%A4positionen_im_Neugriechischen" title="Liste der Präpositionen im Neugriechischen">Liste der Präpositionen im Neugriechischen</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Pr%C3%A4position" class="extiw external" title="wikt:Präposition">Wiktionary: Präposition</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Verzeichnis:Deutsch/Pr%C3%A4positionen" class="extiw external" title="wikt:Verzeichnis:Deutsch/Präpositionen">Wiktionary: Deutsch/Verzeichnis der Präpositionen</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Verh%C3%A4ltniswort" class="extiw external" title="wikt:Verhältniswort">Wiktionary: Verhältniswort</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;query=4047008-8">Literatur von und über Präposition</a> im Katalog der <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">Deutschen Nationalbibliothek</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.canoonet.eu/services/OnlineGrammar/Wort/Praeposition/">„Die Präposition“</a>, Online-Grammatik <a href="Canoonet" title="Canoonet">Canoonet</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Hadumod Bußmann (Hrsg.): <i>Lexikon der Sprachwissenschaft.</i> 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2002, ISBN 3-520-45203-0 (Adposition m.w.N.).</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">zur Abgrenzung von <a href="Grammatikalisierung" title="Grammatikalisierung">Grammatikalisierung</a> und der Entstehung komplexer Präpositionen vgl. auch Christian Lehmann: <i><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.researchgate.net/publication/288912305_New_reflections_on_grammaticalization_and_lexicalization">New reflections on grammaticalization and lexicalization,</a></i> 2005.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Hadumod Bußmann (Hrsg.): <i>Lexikon der Sprachwissenschaft.</i> 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2002, ISBN 3-520-45203-0 (Präposition).</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Duden</i> Band&nbsp;9 <i>Sprachliche Zweifelsfälle.</i> 9.&nbsp;Auflage. Dudenverlag, Berlin 2021, Stichwort <i>wegen</i>, Abschnitt&nbsp;1 <i>Rektion.</i><br><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.duden.de/rechtschreibung/wegen_infolge_bezueglich">Stichwort <i>wegen</i></a> im Online-Duden (Rechtschreibung), Abschnitt <i>Grammatik</i>.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Claudio Di Meola: <i>The rise of the prepositional genitive in German — a grammaticalization phenomenon.</i> In: <i>Lingua.</i> Band 114, 2004, S. 165–182.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Wolfgang Fleischer, Irmhild Barz: <i>Wortbildung der deutschen Gegenwartssprache.</i> 4. Auflage. De Gruyter, Berlin 2012, ISBN 978-3-11-025663-5, S.&nbsp;167–170 (beim Substantiv), S.&nbsp;329 (beim Adjektiv).</span>
</li>
</ol>
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<div class="klappleiste-kopf"><a href="Wortart" title="Wortart">Wortarten</a> der deutschen Sprache (traditionelle Grammatik)</div>
<div class="klappleiste-inhalt mw-collapsible-content">
<p><b><a href="Deklination_(Grammatik)" title="Deklination (Grammatik)">Deklinierbar</a></b> (<a href="Nomen" title="Nomen">Nomen</a> im weitesten Sinne):
<a href="Substantiv" title="Substantiv">Substantiv</a>&nbsp;|
<a href="Adjektiv" title="Adjektiv">Adjektiv</a>&nbsp;|
<a href="Zahlwort" title="Zahlwort">Numerale</a>&nbsp;|
<a href="Pronomen" title="Pronomen">Pronomen</a>&nbsp;|
<a href="Artikel_(Wortart)" title="Artikel (Wortart)">Artikel</a>&nbsp;&nbsp;
</p><p><b><a href="Konjugation_(Grammatik)" title="Konjugation (Grammatik)">Konjugierbar</a>:</b>
<a href="Verb" title="Verb">Verb</a>
</p><p><b><a href="Flexion" title="Flexion">Unflektierbar</a></b> (<a href="Partikel_(Wortart)" title="Partikel (Wortart)">Partikel</a> im weiteren Sinne):
<a href="Adverb" title="Adverb">Adverb</a>&nbsp;|
<a href="Interjektion" title="Interjektion">Interjektion</a>&nbsp;|
<a href="Konjunktion_(Wortart)" title="Konjunktion (Wortart)">Konjunktion</a>&nbsp;|
<a class="mw-selflink selflink">Präposition</a>
</p>
</div></div>
<div class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1 navigation-not-searchable normdaten-typ-s" style="border-style: solid; border-width: 1px; clear: left; margin-bottom:1em; margin-top:1em; padding: 0.25em; overflow: hidden; word-break: break-word; word-wrap: break-word;" id="normdaten">
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<div>
Normdaten&nbsp;(Sachbegriff): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4047008-8">4047008-8</a></span> </div>
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